[Reise] Roadtrip USA 2022 – Tag 2 – On the Road

Nach dem anstrengenden und langen Flug war die erste Nacht schnell überstanden und fast pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir wach und konnten aus dem Fenster beobachten, wie der gelbe Fleck da über den Horizont kletterte und das Lichtermeer von Las Vegas in strahlend goldenes Licht tauchte. Wir nutzten die Zeit in der wir zwar aufgestanden, aber noch nicht ganz wach waren, um ein paar Sachen zu sortieren und holten uns in der Hotellobby bei Starbucks ein kleines Frühstück bevor wir auch schon wieder auscheckten, um die erste Etappe unseres Roadtrips in Angriff zu nehmen.

Ganz so einfach war das aber nicht, weil so ohne Navigationshilfe war es doch noch etwas schwierig die richtige Richtung zu finden. Also ging es nach einem kurzen Telefonat mit dem Mietwagenverleih nochmal dorthin. Auf dem Weg kamen wir nochmal am „Welcome to fabulous Las Vegas“ Schild vorbei, und weil gerade niemand dort war, hielten wir kurz an, um die ersten Bilder des Tages zu knipsen. Kurz nach uns rollte auch schon der erste Bus mit Touristen an und wir ergriffen schnell die Flucht. Nur kurze Zeit später waren wir mit einem Navi ausgestattet, hatten uns ein paar Snacks in einem nahegelegenen Walmart organisiert und brachen endlich auf!

Seven Magic Mountains

Der erste Abschnitt der heutigen Etappe führte schnell aus dem glitzernden Las Vegas raus und es ging schnurstracks in die Wüste. Wer jetzt denkt die Wüste sei farblos und öde, der irrt sich. Mitten in der Wüste, südlich von Las Vegas, hat ein Schweizer Künstler die Kunstinstallation Seven Magic Mountains aufgebaut. Jedes der sieben aus Kalkstein erschaffenen Kunstobjekte ist zwischen sieben und neun Metern hoch und kunterbunt. Eigentlich sollten die Türme nur zwei Jahre stehen bleiben, das war 2016 bis 2018, aber weil sich die Attraktion großer Beliebtheit erfreut, wird sie wohl noch ein Weilchen stehen bleiben.

World’s Tallest Thermometer

Von hier folgten wir der Interstate 15 weiter nach Südwesten und legten, mittlerweile schon in Kalifornien, in Baker eine Mittagspause ein. Hier futterten wir im Schatten des weltgrößten Thermometers einen Salat und ein paar Sandwiches.

Das Speisenangebot des eher eigenwillig dekorierten, nahegelegenen Restaurants ließen wir aus. Wer weiß was genau da in den Burgern drin war… 😉

EddieWorld

Frisch gestärkt ging es nun auf den nächsten Abschnitt des Tages. Während die frische Prinzessin schon sehr früh dem monotonen Geräusch des Motors erlag und vor sich hinträumte, flog die Landschaft nur so an uns vorbei und schon bald erreichten wir die kleine Stadt Yermo. Viel war hier nicht mehr los, denn die Stadt glich beinahe einer Geisterstadt mit vielen rostenden Autos am Straßenrand und noch mehr verwahrlosten Grundstücken. Da war die farbenfrohe EddieWorld mit der fast unendlichen Auswahl an Süßigkeiten eine willkommene Abwechslung. Wir konnten der Versuchung fast widerstehen und kauften nur sehr wenig Nervennahrung.

Calico Ghosttown

Aber die Süßigkeiten brauchten wir, denn von hier ging es in eine echte Geisterstadt, nämlich in die nicht weit entfernte Calico Ghosttown. Was anfangs nach jeder Menge Grusel und Nervenkitzel klingt, entpuppte sich aber eher als eine harmlose Ansammlung von Souvenir- und Ramschläden in einer merkwürdigen Mischung aus alten und wiederaufgebauten Gebäuden. Trotzdem schlenderten wir im warmen Licht der Nachmittagssonne durch die alte Silberminenstadt und knipsten fleißig herum.

Elmer’s Bottle Tree Ranch

Um ein paar Dollar ärmer, aber auch um ein paar Souvenirs reicher fuhren wir von dort bald weiter, denn unser Tagesziel war noch lange nicht in Sicht. Aber statt direkt zu unserem nächsten Hotel zu fahren, fuhren wir erstmal noch in eine andere Richtung. Das die USA nicht nur das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, sollte jedem bekannt sein, aber es ist auch das Land der fast unbegrenzten Kuriositäten. Eine solche suchten wir nun entlang eines Abschnitts der historischen Route 66. In der immer tiefersinkenden Sonne der kalifornischen Wüste fanden wir, nach vielen Kilometern, die leuchtenden Bäume von Elmer’s Bottle Tree Ranch. Ein wenig unscheinbar bietet dieses kleine „Wäldchen“ dem Besucher viele Fotomotive. Alles lässt sich davon gar nicht erfassen, weil hier so viele Gegenstände zusammengetragen wurden, dass man vermutlich bei jedem Besuch immer wieder etwas Neues entdeckt, was einem vorher entgangen ist. Wir haben trotzdem versucht es auf Bildern festzuhalten:

Nun mussten wir uns aber sputen, denn wie schon erwähnt sank die Sonne immer tiefer und wir hatten noch etwas über eine Stunde Fahrt bis zu unserem Hotel vor uns. Während der Vorteil an einer Reise im Januar ist, dass die Temperaturen sehr viel angenehmer als im Hochsommer sind, so ist der Nachteil, dass man etwas weniger Tageslicht zur Verfügung hat. Also kam es, dass wir die letzten Meilen über dunkle Highways hinwegdüsten und am späten Abend erst in Yucca Valley eintrafen. Wir nahmen uns im hiesigen Super 8 ein Zimmer und nach dem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, suchten wir uns etwas zu Essen und wurden in einem Restaurant der Kette Applebee’s fündig. Danach ging es zurück ins Hotel, wo wir nach dem Schreiben einiger Postkarten, erschöpft ins Bett fielen.

© nxcalibur, a.k.a. DER gÖTTERGATTE

Hotel: Super 8 by Wyndham in Yucca Vealley

Gefahrene Meilen: 263

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