[Ausflug] Sächsische Schweiz II

Es wird mal wieder Zeit ein neues Ausflugsziel vorzustellen. Anlässlich unseres 12. Hochzeitstages dachten wir, wir gehen eine Runde wandern. Der gÖTTERGATTE und ich hatten die letzte Woche Urlaub. Aber über einen längeren Zeitraum wegfahren war nicht drin. Hotels und Co sind ja über all dicht, dank Corona. Aber von einer Wanderung ließen wir uns nicht abbringen. Zumindest hat die Zeit auch etwas Gutes, wir hatten die Gegend fast für uns allein. Und unser Ausflugsziel war eines der Extraklasse: Amselsee, Schwedenlöcher, Basteibrücke. Alles Orte, die ich schon öfter besucht habe und die sonst immer von Touristen überschwemmt sind. Diesmal aber nicht. Das war auf der einen Seite befremdlich, so dachte man immer wieder, man macht etwas Verbotenes. Aber andererseits, wann bekommt man mal wieder die Gelegenheit fast alleine über die Basteibrücke zu wandern?


Start in Kurort Rathen

Gegen halb Sieben Uhr Morgens machten wir uns auf den Weg Richtung Sächsische Schweiz. Unser Ausflug sollte im Kurort Rathen starten. Wir kamen ca. halb Neun am Parkplatz an und mussten uns erst orientieren. Es war, wie schon geschrieben, nichts los, sodass wir kurz bedenken hatten, ob denn überhaupt die Fähre auf die andere Seite der Elbe fährt. Aber wir hatten Glück, sie fuhr die vereinzelten Leutchen hin und her. So waren wir recht schnell auf dem anderen Elbufer und die Wanderung konnte starten.

Amselsee

Erstes Ziel war der Amselsee. Wir durchquerten Rathen und folgten der Ausschilderung zum Amselsee. Entlang des Amselgrundbach kamen wir recht schnell zum Amselsee. Unterwegs hatte sich den kleinen Weg ein Riesentraktor hinaufgeschlängelt, weil in der Höhe einige Bäume umgeknickt waren und drohten in die Tiefe zu stürzen. Ein paar Arbeiter hatten sich fleißig darum gekümmert und wir konnten uns vorbeischleichen.

Amselfall

Weiter führte uns der Weg zum Amselfall. Allerdings war da nicht so viel zu sehen. Auf die Gaststätte fielen vor einiger Zeit ein paar Felsbrocken und nun ist dort drumherum alles eingezäunt, sodass man nicht wirklich viel von den Fällen sehen konnte. Lediglich hören konnten man das plätschern des Falls. Aber wir ergötzten uns an der Natur, dem Bach, den Wäldern und kleinen Miniwasserfällen.

Schwedenlöcher

Nach dem kurzen Abstecher zum Amselfall liefen wir wieder ein Stückchen zurück, um dann abzubiegen, denn wir wollten die Schwedenlöcher hinaufwandern. Die Schwedenlöcher bezeichnen eine romantische und zugleich abenteuerliche Schlucht zwischen dem Amselgrund und der Bastei. Sehr steil geht es nach oben, der Weg führt öfters durch enge Felsschluchten. Der Teil unserer Wanderung war durchaus anstrengend, aber die Anstrengung lohnte sich.

Pavillionaussicht

Oben angekommen gibt es zahlreiche Aussichtspunkte mit blick auf spektakuläre Felsformationen. Als erstes steuerten wir die Pavillionaussicht an. Von hier aus konnte man schon den Hotelkomplex und das Panoramarestaurant auf der anderen Seite neben der Basteibrücke erkennen.

Wehlsteinaussicht

Einmal auf die andere Seite gelaufen konnten wir schon den nächsten Aussichtspunkt entdecken. Die Wehlsteinaussicht. Traumhafter Blick auf die Sandsteinformationen der Bastei.

Basteibrücke

Und dann kamen wir endlich an unserem Zwischenziel an. Die Basteibrücke. Diese spektakuläre Felsformation habe ich in meinem Leben schon ein paar Mal besucht. Als Kind bin ich mit meiner Omi regelmäßig über die Brücke gelaufen. Erst als ich älter wurde, habe ich die Schönheit dieser Natur zu schätzen gewusst und kann seitdem die Aussicht zu allen Seiten genießen. So leer wie an diesem Tag jedoch habe ich die Brücke noch nie erlebt. Das ist nochmal eine ganz andere Atmosphäre. Jetzt folgen ein paar Impressionen.

Felsenburg Neurathen

Wir besuchten am anderen Ende der Basteibrücke noch die Felsenburg Neurathen, eine Ruine aus dem 13.Jh. Auch von dort hat man sensationelle Ausblicke auf die Felsformationen und Wälder der Sächsischen Schweiz. Von hier konnten wir auch die Felsbühne erkennen.

Kanapee

Bevor wir in die andere Richtung den Wanderweg nach Stadt Wehlen auf uns nehmen wollten, haben wir noch einen Schlenker zum Aussichtspunkt Kanapee gemacht. Von dort hat man einen tollen Blick über das Elbtal und Richtung Kurort Rathen.

Abstieg

Wir wanderten nun Richtung Stadt Wehlen durch die Wälder bergabwärts. Der Weg war teilweise ein bisschen tückisch, aber machbar. Zwischendurch hatten wir an einem Felsen nochmal eine tolle Sicht auf die andere Uferseite und haben ein kleines Fotoshooting veranstaltet. 🙂

Stadt Wehlen

Unten in Stadt Wehlen angekommen gönnten wir uns einen Kaffee und ein Eis und genossen einige Zeit auf einer Bank am Uferrand mit Blick auf die andere Seite der Elbe. Die Häuser haben übrigens starke Ähnlichkeit mit diesen selbstgebauten Modellhäuschen auf einer Modelleisenbahnanlage.

Letzte Etappe

Die letzte Etappe führte uns wieder auf die andere Seite der Elbe. Aber wir mussten nicht etwa schwimmen, nein, eine Fähre führte uns dorthin. Nun wanderten wir die etwa 3,5km zurück nach Rathen. Dort schließt sich der Kreis und wir sind nach 5h Wanderung wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Ein toller Ausflug. Ich kann jedem nur diese Wanderung vorbei am Amselsee, über die Schwedenlöcher bis zur Basteibrücke empfehlen. Das Wetter war sichtlich nicht das Beste, aber zum Wandern perfekt. In zwei Wochen haben wir schon wieder Urlaub, mal sehen, wohin uns der nächste Ausflug führt.

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