[Reise] Wenn einer eine Reise tut … Teil I

Hallo alle Miteinander,

endlich ist es soweit, die Einen oder Anderen haben schon länger darauf gewartet. Hier ist Teil I der Alleinreise des gÖTTERGATTEN. Der Start seiner kurzen Reise war etwas anders als vorgestellt, aber lest selbst! Viel Spaß!


Nach einigen anstrengenden und sehr arbeitsreichen Wochen war es nun auch für mich an der Zeit Abstand zu gewinnen und Urlaub zu machen. Die Prinzessin hatte  ja einige Tage zuvor Europa von Nord nach Süd unsicher gemacht. Mein Ziel sollte noch wärmer, als der Hochsommer in Deutschland, weiter weg als die Reiseziele der Prinzessin und auch in einer anderen Himmelsrichtung sein.

Am Sonntagnachmittag brach ich mit der S-Bahn in Richtung Flughafen auf um mich sogleich in die Warteschlange am Check-In Schalter einzureihen. Die Abfluginformation zeigte nichts Gutes. Statt wie geplant 17:45 Uhr zu starten war der Abflug auf ca. 19 Uhr verschoben. Glücklicherweise war für meine Reise ein Zwischenstopp von fast drei Stunden vorgesehen. Also kein Grund nervös zu werden.  Leider stellte sich das als Trugschluss heraus. Noch während ich in der Warteschlange stand, verschob sich der Abflug noch zweimal nach hinten. Also keine Besserung in Sicht. Im Kopf rechnete ich schon zusammen wie viel Zeit mir zum Umsteigen bleiben würde und es sah ganz und gar nicht gut aus. Nach etlichen ungeduldigen Minuten des Wartens startete der Flieger um kurz vor 22 Uhr doch in den Nachthimmel. Zu dieser Zeit war schon klar, dass der Anschlussflug nicht mehr zu erreichen war.

Oh… ich glaube ich habe noch gar nicht erwähnt, wo ich eigentlich hin wollte. Tut mir leid, also mein Ziel sollte wärmer, als der Hochsommer in Deutschland sein, weiter weg als die Ziele der Prinzessin und auch in einer anderen Himmelsrichtung, aber ich glaube das hatte ich schon mal erwähnt, somit bleibt ja logischerweise nur eins… Richtig, Dubai.

Aber zurück zum Flieger… Kurz nach 1.30 Uhr landete die Maschine in Istanbul. Am Ausgang der Gangway wurde alle mit Anschlussflug gleich an einen Infoschalter von Turkish Airlines geschickt, an dem wir auf einen neuen Flug umgebucht wurden. Um 2 Uhr nachts hielt ich dann einen Boardingpass in der Hand der mir sagte, dass ich, statt um 1:45 Uhr (wie ursprünglich geplant), um 19 Uhr weiterfliegen würde. Ziemlich genervt verließ ich den Sicherheitsbereich und schlenderte erstmal über den Flughafen. An einem weiteren Schalter von Turkish Airlines wurde mir aufgrund des verspäteten Fluges ein Hotel zur Übernachtung gebucht. Nach weiteren zwei Stunden betrat ich schließlich das, zugegeben recht komfortable, Hotelzimmer und fiel tot müde ins Bett.

Gegen Mittag wurde ich wieder wach und begab mich auf den Weg in die Lobby, wo ich das Restaurant aufsuchte, um mir das Mittagessen zu Gemüte zu führen. Es war jetzt nicht gerade berauschend aber besser als mit leerem Magen auf den Weiterflug zu warten. Ein Blick auf die Karte während des Essens verriet mir, dass ich nicht allzu weit vom Hafen entfernt war, darum entschied ich nach dem Essen einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Die Mittagshitze in Istanbul gab mir schon einen kleinen Vorgeschmack, auf das was mich in Dubai erwarten sollte, aber die Nähe der Stadt zum Wasser machte es noch erträglich. Ich wanderte in Richtung Süden und kam schließlich in einem kleinen Park, dem International Peace Park an. Dieser wird auf seiner Ostseite vom südlichen Ende der konstantinischen Mauer begrenzt. Die Befestigungsanlage stammt aus der Zeit, als Istanbul unter dem oströmischen Kaiser Theodosius II. noch Konstantinopel hieß. Die Mauer ist, wenn auch nur teilweise restauriert ein beeindruckendes Bauwerk und soll der Stadt bis Mitte des 15. Jahrhunderts als Verteidigungsanlage gedient haben.

Aber mein Weg sollte weiter zum Wasser führen. Sollte. Denn zwischen mir und dem Hafen, oder zumindest einem ungetrübten Blick zum Hafen, lag dann eine sechsspurige Schnellstraße. An ein Überqueren der Straße war bei fließendem Verkehr nicht zu denken und eine Fußgängerampel oder ein Tunnel, oder eine Brücke war weit und breit nicht zu sehen. Also schlenderte ich noch ein wenig am die Mauer herum und versuchte an den vergitterten Zugängen einen Blick ins Innere der breiten Wachtürme zu erhaschen. Letztendlich führte mich mein Weg dabei zurück in Richtung Hotel. Dort genehmigte ich mir noch einen Muffin, den ich in der Nacht zu vor am Flughafen gekauft hatte und genoss eine erfrischende Dusche. Nach einem Telefonat mit einem daheimgebliebenen Geburtstagskind (Nein, nicht die Prinzessin) sammelte ich meine drei Sachen (ich weiß, es heißt eigentlich sieben Sachen, aber da ich nur mein Handgepäck bei mir hatte, waren die anderen vier Sachen am Flughafen) zusammen und schaute etwas fern. Da dort aber nur türkisch geredet wurde und nicht mal ein englischsprachiger Nachrichtensender verfügbar war, verließ ich mein Zimmer, ging in die Lobby und wartete dort lesend auf das Shuttle, dass mich zum Flughafen zurückbringen sollte. Mit minimaler Verspätung (das mit der Verspätung scheint zum Geschäftsmodell von Turkish Airlines gehören) kam der Shuttlebus auch. Die scheinbar endlosen Warteschlangen am Eingang des Flughafens wurden zum Glück schnell abgearbeitet, so dass mir noch Zeit für einen kleinen Snack vor dem Abflug blieb. Gegen 19 Uhr hob der Flieger endlich ab und ein ereignisloser Flug, den ich halb verschlief, später landete ich mitten in der Nacht endlich in Dubai. Der Weg zum Gepäckband war fast endlos, ok, in der Wüste hatten sie ja auch genug Platz einen entsprechend großen Flughafen zu bauen, und nach fast 25 Minuten Wartens kam schließlich auch mein Koffer zum Vorschein. Kurzzeitig hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben und vermutet, der Koffer würde noch auf dem Rollfeld in Istanbul stehen.

Nun aber nichts wie raus und ab zum Hotel. Denkste! Ich hatte die Rechnung ohne den Flughafentransferservice gemacht. Nach einigen Erklärungen fanden sie meinen Namen auch auf der Transferliste, aber ich wurde mit der Antwort „We have no transport for you“ (Wir haben keinen Fahrer für sie) nur an den Taxistand verwiesen. Sichtlich genervt ließ ich ihn mit einem Danke für nichts stehen und machte mich auf den Weg zur nächsten Wechselstube und anschließend den Taxis. Als ich das wohl klimatisierte Flughafengebäude verließ, schlug mir sogleich die schwüle 36 Grad warme Luft Dubais ins Gesicht. Dass es warm werden würde, wusste ich ja im Vorfeld, aber dass es mitten in der Nacht noch so unangenehm warm sein kann, dass einem die Luft wegbleibt, war für den Moment doch überraschend. Dagegen war das Taxi, in das ich stieg schon beinahe unangenehm kalt klimatisiert. Während der Fahrt zum Hotel konnte ich schon ein paar Blicke auf das nächtliche Dubai werfen. Den riesigen Burj Khalifa und seine umliegenden Wolkenkratzer und das Hotel Burj al Arab. Mein Hotel befand sich jedoch noch ein kleines Stück weiter, in der Nähe der Mall oft he Emirates, dem riesigen Einkaufszentrum mit Indoor-Skipiste. Der Checkin ging sehr schnell und so konnte ich trotz verspäteter Ankunft in das große Bett fallen.

© nxcalibur, a.k.a. dER gÖTTERGATTE

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