[Reise] USA-Westen – San Francisco II

Unser heutiger Tag begann nicht so freudig. Wir mussten uns leider von unserem tapferen Dusty verabschieden. Gegen 10 Uhr traten wir mit ihm die letzte Fahrt zum Rückgabecenter der Mietwagenfirma am Flughafen an. Nachdem wir nochmal an der Tankstelle waren und zumindest den gröbsten Dreck abgewaschen hatten, erreichten wir gegen Mittag die Parkgarage von Alamo. Wir stellten das Auto in der Warteschlange ab und nahmen Abschied.

Dusty

Unser erster Roadtrip und unser Dusty war ein klasse Gefährt. Da konnten die Autos unserer zukünftigen Roadtrips nicht mithalten. Deshalb gibt es jetzt nochmal besonders tolle Erinnerungsfotos unseres roten SUVs.

Cable Car

Auch wenn wir auf dem letzten Bild lächeln, so war die Stimmung etwas gedrückt. Auch weil das Auto jetzt weg ist, aber besonders, weil das Ende der Reise wieder etwas näher gerückt ist. Diese Stimmung währte jedoch nur solange bis wir aus der U-Bahn ausstiegen und wieder im Herzen San Franciscos waren. Wir kamen an der Haltestelle Powell Street an die Oberfläche und sahen, nicht ganz unbeabsichtigt, einen der Turntables der Cable Cars. Diese “Kabelwagen”, wenn man es übersetzen möchte, fahren nämlich keine Wendeschleifen, sondern werden einfach auf eine Drehscheibe gerollt und diese wird dann samt Cable Car von Hand gedreht, so dass das Cable Car wieder auf das Gegengleis geschoben werden kann.

Unsere Hoffnungen erfüllten sich leider nicht. Der Wagen war knüppeldicke voll. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns wie angewiesen auf die Außenplattform zu stellen und uns sehr gut festzuhalten.

Fisherman’s Wharf

Aber Fahrer und Bremser achteten genau darauf, das keiner der Fahrgäste runterfiel oder sonst irgendwie verletzt werden könnte. So kamen oft Hinweise, man soll auf die Spiegel der geparkten Autos achten oder sich nicht zu weit herauslehnen, wenn ein anderes Cable Car entgegen kam. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichten wir die nördliche Endstelle am Fisherman’s Wharf.

Dort wanderten wir fast den ganzen Nachmittag zwischen Souvenirshops, Klamottenläden und Imbissbuden umher. Natürlich haben wir auch noch ein paar Souvenirs gekauft. Vom Fisherman’s Wharf bot sich uns auch ein guter Blick auf die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz.

historische Straßenbahnen

Am Fisherman’s Wharf strartet und endet übrigens die Linie F des öffentlichen Personennahverkehrs mit historischen Straßenbahnen. Die Linie fährt bis zum District Castro vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Als wir in der Gegend noch etwas umherwanderten, sahen wir das “Ripley’s Believe it or not!” – Museum. Besagter Mr Robert Ripley reiste vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg durch die Welt und dokumentierte alle Arten von Merkwürdigkeiten. Waren es nun menschliche Mutationen (ein Mann mit vier Pupillen), Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten oder technische Wunderwerke (zum Beispiel ein aus über 270.000 Streichhölzern gebautes Cable Car).

Apropos Merkwürdigkeiten! Bereits am Eingang bot sich den potentiellen Besuchern ein Rätsel: Wie oder besser wo kommt das Wasser her, dass aus dem Wasserhahn fließt? Der Wasserhahn hängt nämlich an keinen Rohren oder so.

Nach dem Museumsbesuch gingen wir dann wieder zurück zur Endstelle des Cable Cars. Diesmal hatten wir Glück und die Warteschlange war nicht allzu lang. Wir erhielten einen Sitzplatz in der Kabine und fuhren wieder zurück zu unserem Hotel.

Im Hotel angekommen, brachten wir unsere Rucksäcke aufs Zimmer und wollten dann im Hotelrestaurant essen, leider hatte es geschlossen, weshalb wir etwas genervt unsere Jacken holten und uns auf die Suche nach einer Alternative machten. Diese fanden wir in Form einer kleinen Pizzeria, ein paar Straßenecken weiter. Nach einem sehr leckeren Abendessen kehrten wir ins Hotel zurück und ließen den Abend ausklingen.

Übrigens, hier noch die Auflösung zum rätselhaften Wasserhahn. In dem Wasserstrahl, der aus dem Wasserhahn kommt, ist ein Plexiglasrohr, durch welches das Wasser nach oben fließt und auf dem der Wasserhahn steht.

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