[Reise] USA-Westen – Bright Angel Trail und Horseshoe Bend

Ein neuer Tag, ein neuer Ausflug. Wobei eigentlich die ganze Reise ein einziger, langer Ausflug ist, aber egal. Heute ging es von Williams, AZ, wieder zum Grand Canyon zurück. Eigentlich wollten wir uns ja den Sonnenaufgang ansehen, aber als gegen 4 Uhr morgens der Wecker klingelte, haben wir uns mit ganz kleinen Augen angesehen und uns dazu entschieden auszuschlafen. Also ging es erst gegen 7 Uhr los. Auf dem Weg in den Nationalpark hielten wir noch einmal schnell, um ein Beweisfoto zu schießen, dass wir wirklich da waren.

Bright Angel Trail

Danach fuhren wir weiter in den Nationalpark hinein, bis zum Startpunkt des Bright Angel Trails. Das ist ein Wanderweg, der vom oberen Rand, auch South Rim genannt, bis auf den Boden des Grand Canyon führt. Das konnte uns aber nicht abschrecken, und so starteten wir unsere Wanderung. Auf Serpentinen ging es Meter für Meter tiefer in dieses Wunderwerk der Natur hinein.

Das Wandern ist des Müllers Lust

So eine Wanderung plant man ja nicht mal eben so von jetzt auf gleich, sondern durch einen Tip, den Steffen von einer Dozentin bekam.

Anfangs war uns etwas mulmig zumute, da es am Rand des Weges kein Geländer gab. Es hieß also aufpassen, wo man hintritt, denn sonst nimmt man die Abkürzung zum Boden des Grand Canyon. Aber das legte sich bald und wir schritten frohen Mutes voran.

Unterwegs trifft man häufig auf kleine Geckos (oder was auch immer das für Echsen waren, Schlangen zum Glück nicht) und die hier sehr zahlreichen Squirrels (Eichhörnchen). Im Vergleich zu den deutschen Eichhörnchen sind sie aber größer, eher grau und ganz schön mutig! Dieser lustige Geselle hier saß direkt am Weg und ließ sich gerade von drei Asiaten fotografieren. Und weil er so schön still hielt, knipsten wir ihn auch.

Vermutlich wartete er auf eine Belohnung, da viele Wanderer die Squirrels verbotenerweise füttern. Hier wartete er allerdings vergebens. Aber man sollte aufpassen, denn es kommt oft vor, dass die Squirrel die Wanderer beißen (wenn sie zu dicht herangehen) oder provoziert werden.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind

Gelegentlich kommt es auch vor, das eine Karawane von Reitern vorbeizieht, die Nachschub für den Zeltplatz am Boden des Canyons nach unten bringen oder nach oben reiten um Nachschub zu holen.

Tagesziel erreicht

Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir den ersten Zwischenstopp auf dem Weg. Leider sollte das unser erster und letzter Stopp auf dem Trail sein. Denn wir wollten ja noch weiter. Wir verbrachten etwa eine halbe Stunde dort, knipsten noch ein “paar” Fotos und machten uns dann wieder an den Aufstieg.

Nach ungefähr anderthalb Stunden waren wir dann wieder oben. Geschafft aber glücklich, die Wanderung gemacht zu haben, den selbst von weiter unten sieht der Grand Canyon immer noch atemberaubend aus.

Zurück am Auto wechselten wir schnell die T-Shirts und ruhten uns kurz aus. Danach fuhren wir weiter zum Desert View Drive entlang. Wir nahmen einige Overviews mit. Eine Aussicht ist schöner als die andere.

Desert View Drive

Man beachte auf diesem Foto die etwas dunkleren Stellen auf dem Stein. Einem Touristenführer zufolge, den Steffen zufällig hören konnte, sind diese Flecken entstanden, als Blitze auf dem Felsen einschlugen. Der abschließende Kommentar des Führers war dazu nur: “Man möchte bei Gewitter also nicht hier stehen.”

Bevor wir zum Desertview Watchtower kamen haben wir noch an einem Aussichtspunkt gehalten von dem aus man einen Blick zu dem Natursteintum hat.

Desert View Watchtower

Letzter Stop im Grand Canyon National park war der Desert View Watchtower selber. Der Ort um den Turm selber ist ein Tourisenmagnet. Leicht überfüllt. Es gibt genug andere Aussichtspunkte, da war weniger los und man hatte etwas mehr Ruhe. Die Aussicht natürlich trotzdem Grandios.

Horseshoe Bend

Der Weg führte uns weiter in die Richtung der Nord-Ost Ecke von Arizona. Das Ziel war Page und der in der Nähe gelegene Horseshoe Bend. An dieser Stelle hat der Colorado River (JA! Colorado gibt es auch als Fluß, nicht nur als etwas zu essen!) eine hufeisenförmige Biegung in den Felsen geschliffen.

Da wir etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang eintrafen, beschlossen wir zu warten. Wir suchten uns ein gemütliches Plätzchen zwischen den Steinen und genossen die wärmenden Strahlen der Sonne und den angenehm warmen, roten Sandstein.

Nach dem die Sonne dann verschwunden war, gingen wir zurück zum Auto und fuhren die restlichen paar Meilen nach Page und suchten uns ein Hotel.

[Reise] USA-Westen – Hoover Dam und Grand Canyon Nationalpark

Am frühen Morgen, naja relativ früh, so gegen 9 oder halb 10, hieß es Abschied nehmen von Las Vegas, zumindest fürs Erste. Unser Weg führte uns in Richtung Hoover Dam. Auch wenn es auf Landkarten oft sehr weit aussieht, die Fahrt zum Damm dauerte nur etwa eine Stunde, und das obwohl fast durchgängig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 65 mph herrschte.

Angekommen am Hoover Dam

Der Damm ist wirklich ein beeindruckendes Bauwerk und ein absoluter Touristenmagnet. Aufgrund der vielen Fahrzeuge, die quasi im Sekundentakt über den Damm rollen, wird gerade eine größere Brücke über die Schlucht gebaut.

Obwohl diese noch nicht fertig ist, ist sie schon auf einer Vielzahl von Postkarten zu sehen. Auf jedenfall lohnt es sich sicherlich noch einmal herzukommen und von der Brücke aus Bilder zu machen, wenn das dann möglich sein sollte.

On the Road

Danach ging es auf die etwas längere Reise nach Williams, Arizona. Selbst wenn es langweilig aussehen mag, so schlimm ist es nicht, diese scheinbar endlos langen Straßen zu befahren. Und ab und zu kommen auch mal kleine Kurven. Gegen 15.45 Uhr kamen wir in Williams an. Ein Ort der scheinbar nur aus zwei Straßen besteht und eine Ansammlung von Hotels und kleinen Restaurants ist. Wir fanden ein schönes kleines Hotel und bekamen ohne Probleme ein Zimmer.

Gigantischer Grand Canyon

Nachdem wir die Koffer ausgeladen und uns etwas die Beine vertreten hatten, fuhren wir noch einmal etwa eine Stunde zum Grand Canyon. Viele Worte müssen wir zu dieser gigantischen Schlucht nicht verlieren, darum lassen wir Bilder sprechen. Auch wenn diese nur Bruchstücke von dem absolut genialen Panorama wiedergeben, das sich uns bot.

Abendstimmung

Schließlich blieben wir solange an den Aussichtspunkten, dass wir den Sonnenuntergang miterleben durften. Leider war der größte Teil davon nicht zu sehen, weil direkt über dem Horizont ein paar Wolken hingen. Schön war es trotzdem.

Wir machten uns auf den Rückweg nach Williams und verbrachten unsere erste Nacht in einem American Motel.