[Reise] USA-Westen – Arches Canyon und Capitol Reef

Nachdem wir eine sehr bequeme Nacht im Bett unseres Motelzimmers verbracht hatten, machten wir uns heute Morgen auf den Weg in den Arches National Park. Ein kleiner Zwischenstopp am Supermarkt musste aber noch sein, um das Eis in unserer Kühltruhe wieder aufzufüllen. Warmes Wasser oder warme Sprite schmecken eher weniger gut. Danach ging es aber wirklich los. Nach kurzen 5 Minuten Fahrzeit waren wir aus Moab raus und bogen auf die Zufahrt zum Nationalpark ein. Das Pflichtfoto vom Begrüßungsschild war schnell gemacht, es fanden sich nämlich ein paar Motorradfahrer, die direkt fragten ob sie ein Bild von uns machen sollten.

Viewpoints im Arches National Park

Nach einen kurzem Plausch über Wohnorte und Reiseziele ging es dann für alle weiter. Dem Eingang zum Park folgte dann eine Serpentinenstraße, die sich etwa 100 bis 150 Meter den Berg hinauf wand. Unserer Karte folgend fuhren wir entlang der Straße die schönsten Aussichtspunkte, zum Beispiel den “Balanced Rock” an.

Delicate Arch

Das Hauptziel aber war der Delicate Arch. Eigentlich wollte wir direkt zum Delicate Arch wandern, aber die Beschreibung, dass es einige Höhenmeter zu überwinden gibt und die Tatsache, dass wir kurz vor 12 erst dort ankamen, ließen uns unser Vorhaben überdenken. So ein Aufmarsch bei sengender Sonne und ohne Schatten bis unter dem Arch selber, sind nicht unbedingt das, was man bei den Temperaturen machen möchte. So entschieden wir uns einen Aussichtspunkt weiter anzusteuern, bei dem wir nur ein 5-minütige Wanderung und einen tollen Ausblick auf den Arch hatten.

Steinbögen

Wir haben selber noch einmal bei Wikipedia nachgesehen, der Nationalpark gilt als größte Ansammlung von natürlichen Steinbögen weltweit und hat über 2.000 nachgewiesene Steinbögen. Kurz danach fuhren wir weiter, denn der Delicate Arch ist ja wie schon gesagt nicht der einzige natürliche Steinbogen in diesem Park. Die meisten anderen Bögen sind allerdings an einem Wanderweg gelegen, der recht einfach zu erlaufen ist. So kamen wir am Tunnel Arch, am Pinetree Arch und am Landscape Arch vorbei.

Allerdings ist der Landscape Arch mit etwas über 90 Metern Spanweite, der vermutlich spektakulärste Steinbogen. Zum Glück haben wir uns dazu durchgerungen bis zu diesem Bogen zu laufen. Denn mittlerweile stand die Sonne fast senkrecht über uns und zwischen den Bergen wurde es immer wärmer. Auf einer Informationstafel zu diesem Bogen war ein Bild zu sehen, das ein Tourist 1991 beim letzten großen Abbruch am Landscape geschossen hat. Seitdem ist der Wanderweg direkt unter den Bogen gesperrt. Was vermutlich auch besser ist wenn man bedenkt, dass der Teil der abgebrochen ist, etwa 18 m lang, 3,4 m breit und 1,2 m dick war.

On the road again

Der Weg führte dann noch um einiges weiter, aber aufgrund der Wärme, die uns beiden zu schaffen machte, entschieden wir uns umzukehren. Außerdem hatten wir noch einen weiten Weg vor uns. Das Capitol Reef sollte unser zweites Ziel für diesen Tag sein. Wir fuhren auf den Interstate 70 Richtung Westen und hielten ab und zu mal um nach dem Weg zu suchen… Ach nein, natürlich um die Aussicht zu genießen!

Capitol Reef

Gegen 18 Uhr erreichten wir den Ort Torrey und fanden ein gemütliches Motel auf dem Hügel über der Stadt. Nachdem wir unsere Koffer ausgeladen hatten und uns kurz erfrischt hatten, fuhren wir zum Capitol Reef.

Da der Abend mit großen Schritten voran ging, hielten wir nicht bei jedem Aussichtspunkt, sondern fuhren die Scenic View Road herunter. Eigentlich war das nur eine kleine Buckelpiste die parallel zur Felswand entlang führte, aber die Aussicht war trotzdem genial.

Am Ende der Straßen hielten wir kurz um Fotos zu machen und fuhren dann wieder zurück nach Torrey.

Unterwegs trafen wir zwei Wanderinnen (gibts das Wort überhaupt?) und nahmen sie ein Stück mit zu ihrem Auto, das etwa 10 Meilen weiter auf einem Parkplatz stand. Dabei folgte der übliche Plausch statt, „Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin? Wart ihr da schon? Seid ihr da schon gewandert?” Und so weiter und sofort. Als wir schließlich wieder am Motel ankamen, suchten wir noch schnell unsere Badesachen raus und sprangen in den Pool, bzw. Whirlpool. Danach gingen wir ins dazugehörige Restaurant und genehmigten uns ein deftiges Abendessen, das wir mit einem leckeren Becher Vanilleeis mit Schlagsahne und Schokosoße beendeten. Wieder war ein schöner Tag viel zu schnell zu Ende gegangen.

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