[Reise] Metropolentour Tag 8 – Abschied und Fazit

Ich möchte noch von dem allerletzten Tag meiner Metropolenreise mit der schönen AIDAperla berichten und gleichzeitig ein Fazit zur Reise geben. Das steht ja noch aus. Es ist ja nun schon einige Zeit vergangen seit der Reise und mittlerweile war ich mit dem gÖTTERGATTEN schon eine Woche auf der nächsten. Aber man vergisst einen Urlaub ja nicht so schnell und schon gar nicht, wenn man alleine unterwegs ist. Also los geht es.

Ankunft in Hamburg

Nun ist die eine Woche Kreuzfahrt schon wieder vorbei. Mein Gesundheitszustand hat sich leider absolut nicht gebessert, im Gegenteil ich kämpfte mich durch den Tag, der ja wegen der Reise nach Hause auch anstrengend werden würde.

Trotz der gesundheitlichen Schwäche war mein erster Gang noch einmal ans Oberdeck. Das Wetter war sehr gut und wir haben schon am Hafen von Hamburg angelegt.

Mein Zug zurück nach Leipzig ging erst 14:30 Uhr, vom Schiff auschecken sollten wir bis 11:00 Uhr. In der Nacht zuvor habe ich schon meinen Koffer draußen in den Gang gestellt. In der Vorhalle werden die Koffer dann nach Decks zugeordnet auf gestellt. Deswegen hatte ich schon nur noch mein Handgepäck.

Letzter Rundgang übers Schiff

Nun hatte ich bis 11:00Uhr noch ein bisschen Zeit. Ich frühstückte im Weite Welt Restaurant und traf dabei zufällig Nico vom Kennenlerntreff, er leistete mir Gesellschaft beim Frühstück. Danach machte ich einen Ruhigen, schlenderte noch einmal übers Schiff, genoss die zunehmende Ruhe, da immer mehr Gäste das Schiff verließen und erst wenige neue Gäste auf das Schiff eincheckten. Ich saß nochmal im Strandkorb auf Deck 8 und genoss das schöne Wetter.

Auschecken

Das Auschecken verlief recht unkompliziert und ich habe meine Koffer aus dem Terminal abgeholt. War nicht schwierig ihn zu finden, standen ja nicht mehr so viele. Sehr traurig setzte ich mich in den Transfer zum Hamburger Bahnhof und kehrte der schönen AIDAperla den Rücken. Froh war ich eigentlich nur, weil ich aufgrund meiner bevorstehenden Erkältung einfach nur nach Hause in mein eigenes Bett wollte.

Hamburg

Am Bahnhof Hamburg angekommen musste ich mich erstmal orientieren. Der Bahnhof, entschuldigt wenn ich das so sagen muss, ist eine Katastrophe. Völlig unübersichtlich und voller eigenartiger Leute. Ich gab meinen Koffer nochmal für drei Stunden bei der Gepäckabgabe ab und schlürfte dann noch etwas durch die Innenstadt.

Auf den Weg zum bekannten Jungfernstieg an der Binnenalster kam ich an diversen Kirchen und dem Rathaus vorbei. Es war besonders voll überall, da an diesem Samstag der Christopher Street Day stattfand. Es war also bunt und verrückt in der Stadt. Auf dem Rückweg zum Bahnhof war die Parade im vollen Gange und ich dachte schon ich komme gar nicht mehr über die Straße zum Bahnhof. Zum Glück gibt es Unterführungen. 🙂

I’m coming Home

Ich setzte mich in den Zug und fuhr Non-Stop nach Leipzig. Zu Hause angekommen war ich erstmal völlig fertig. Ich musste die darauffolgende Woche auch krank im Bett verbringen und konnte nicht viel machen. Es hatte mich voll erwischt. Schade, dass der Urlaub so geendet hat. Jedoch komme ich jetzt trotzdem zu meinem Fazit.

Fazit

Ich habe mich vorher schon wahnsinnig auf die Reise gefreut, auch darauf wieder alleine auf Reisen gewesen zu sein. Ich war sehr gespannt, ob ich wieder nette Leute kennenlernen dürfte und was ich alles erleben würde. Diesmal lernte ich die anderen Alleinreisenden erst beim obligatorischen Kennenlerntreff am ersten Seetag kennen. Sehr nette Leute, mit denen ich mich an den darauffolgenden Abenden verabredet und witzige Stunden verbracht habe.

Die Metropolenroute in der Nordsee war spitze. Ich habe so viel Neues entdecken können bei meinen gebuchten oder individuellen Ausflügen. Ein großes Highlight war für mich Étretat in Frankreich. Die Wanderung entlang der Kreidefelsen hat mir atemberaubende Aussichten präsentiert. Wundervoll! Die Stadt Brügge mit ihren kleinen Gassen und typischen Fachwerkshäusern kann ich jedem nur wärmstens empfehlen. Den Fotokurs bei Nacht in Rotterdam habe ich gemeinsam mit Ilka vom Alleinreisendentreff gemacht. Ebenfalls ein Highlight auf meiner Reise und ich konnte so guten Input zur Nachtfotografie mitnehmen.
Einzig Southhampton war eher durchschnittlich in meiner Wertung. Die Altstadt war in Ordnung, aber ansonsten muss ich da nicht unbedingt nochmal hin.

Von den Destinationen her kann ich die Metropolenroute ab Hamburg sehr empfehlen. Die Organisation der Ausflüge Seitens AIDA war sehr gut. Sicher sind Ausflüge immer etwas teurer, aber dafür läuft alles gut und sicher ab. Rotterdam und Southampton kann man aber auch gut zu Fuß erreichen ohne öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu müssen. Sicher, nach Brügge in Belgien, Honfleur oder Étretat in Frankreich hätte man auch mit Bus und Bahn hinkommen können, habe ich aber nicht getestet.

Die AIDAperla ist baugleich zur AIDAprima, mit der ich im Jahr zuvor die Mittelmeerroute untenommen habe. Zum Schiff gibt es absolut nichts auszusetzen. Ich liebe diese Schiffsklasse und habe dort meine Lieblingsplätze, die ich wieder genutzt habe. Letztes Jahr habe ich einen Blogbeitrag zu meinen Lieblingsplätzen geschrieben, könnt ihr euch gerne mal reinklicken. Einer ist noch dazu gekommen: die Hemingway Lounge. Hier habe ich viel Zeit mit Lesen verbracht. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie etwas nah am Theatrium ist und man dann natürlich von Auftritten oder Ähnlichen bei der Ruhe gestört wird. Da gefällt mir der Loungebereich auf den kleineren Schiffen wie der AIDAblu oder AIDAmar besser.
Ich konnte wieder sehr gut entspannen und habe diesmal auch sehr gerne in der Lanaibar am Heck gesessen und einfach nur die Weite des Meeres beobachtet und den Geräuschen gelauscht.

Das Wetter war durchwachsen und auf dem Schiff ab Mitte der Woche meist etwas frisch, deshalb wahrscheinlich auch meine Erkältung. Ich habe wunderschöne Sonnenunter- und -aufgänge, sowie tolle Ein- und Ausläufe des Schiffes erleben dürfen. Allein das liebe ich an den Kreuzfahrten. Morgens aufstehen und nur aufs Außendeck und schwups Sonnenaufgang – perfekt.

Im Allgemeinen wieder eine sehr schöne Kreuzfahrt, die nur etwas überschattet wurde von meinem unglücklichen Gesundheitszustand, der sich schon recht schnell mit ständiger Müdigkeit und Kräftezehren angekündigt hat. Ansonsten ist die Tour zu empfehlen und ich würde sie auch wiederholen und die AIDA ist sowieso spitze. Ein bisschen neidisch war ich dennoch auf meine neuen alleinreisenden Bekanntschafften, die allesamt eine Balkonkabine hatten. Im Normalfall reicht mir eine Innenkabine und doch hätte ich diesmal gerne einen Balkon gehabt. Aber man kann nicht alles haben.

Eine tolle Reise, nette neue Leute kennengelernt, tolle Ausflüge erlebt, perfekte Sonnenaufgänge gesehen.

ENDE

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