[Reise] Metropolentour Tag 6 – Rotterdam in 29.000 Schritten

Donnerstag, 01.08.2019. Der letzte Hafentag ist angebrochen. Diesmal ging es nach Rotterdam. Ich freute mich schon sehr darauf, die Stadt zu erkunden. Das Schiff sollte ja mitten in der Großstadt anlegen. Da wollte ich natürlich schon beim Einlaufen dabei sein. Ansonsten war erstmals alles alleine erkunden angesagt und für Abends habe ich zusammen mit Imke vom Kennenlerntreff eine Fototour gebucht. Die sollte diesmal trotz geringer Teilnehmerzahl stattfinden. Bei meiner letzten AIDA-Tour im Jahr zuvor wollte ich den Fotokurs auf Korsika mitmachen. Der fiel leider aus, weil ich die Einzige war, die daran teilnehmen wollte.

Jetzt aber von vorne und viel Spaß beim Lesen!

Einlaufen in den Hafen von Rotterdam

Wie schon geschrieben wollte ich das spektakuläre Einlaufen mitten in die Großstadt nicht verpassen. Acht Uhr war planmäßige Ankunft im Hafen. Kurz nach Sechs stand ich schon auf dem Außendeck. Ich würde ja Sonnendeck schreiben, aber von Sonne war an diesem Morgen weit und breit keine Spur. Der Himmel war sehr bedeckt. Die Temperaturen lagen aber bei angenehmen 22°.

Über die Nieuwe Waterweg und dem Nieuwe Maas lief die AIDAperla in den Hafen ein. Ich war bei der Drehung dabei, denn die Perla fuhr das letzte Stück rückwärts in den Hafen. Wir fuhren auf die Erasmusbrücke zu. Die imposanten Hochhäuser auf dem Wilhelminapier, die Yachthäfen und Industriehäfen, der Euromast und natürlich die Erasmusbrücke machen die Einfahrt trotz des trüben Wetters sehr eindrucksvoll.

Regnerischer Start

Nachdem ich einige von Kennenlerntreff im Weite Welt Restaurant zum Frühstück getroffen habe, machte ich mich gegen 10:00 Uhr auf Erkundungstour. Weit kam ich allerdings nicht. Ich lief erstmal die Wilhelminakade vor zum Bug des Schiffes und konnte den schönen Kussmund fotografieren.

Ich wollte jetzt über die Erasmusbrücke, scheiterte aber noch kurz vorher, weil es richtig dolle anfing zu Schütten. Zum Glück hatten die ganzen Hochhäuser Vordächer. So sammelten sich da auch viele andere AIDAPassagierre und wir warteten bis der Regen nachließ.

Die Erkundungstour kann starten

Als der Regen nachließ, machte ich mich auf den Weg über die Erasmusbrücke. Dass es nun mitten auf der Brücke wieder anfing, war irgendwie Pech. Und ich war natürlich überhaupt nicht vorbereitet. Weder Schirm, noch Kapuze hatte ich dabei. Also bin ich etwas nass und klamm auf der anderen Seite angekommen und stellte mich dort noch einmal unter. Wenigstens war es diesmal nur ein kleiner Nieselregen und kein großer Schauer. Das sollte übrigens das letzte Mal Regen für heute sein. Der Himmel klarte später sogar noch auf und die Sonne und blauer Himmel lugte hinter den Wolken hervor. Zum Glück.

Weiter ging meine Tour abseits der großen Hauptsstraße entlang Leuvehaven entlang an kleinen Kanälen über die Kraneschipbrug.

Martkhal

Erstes Ziel war die berühmte Markthal im Zentrum der Stadt. Die riesige Markthalle besticht durch ihren bunten Gemälde im Inneren an der gebogenen Decke. Hier findet man Restaurants, Stände mit Delikatessen, Cafés. Es gibt hier Einiges zu bestaunen und probieren. Einfach Klasse. Hinter den Gemälden sind übrigens Wohnungen, natürlich nicht gerade Billig. Im Inneren sind auch Fenster, sodass man von der Wohnung direkt auf den Markt schauen kann.

Kubushäuser

Gleich neben der Markthalle befinden sich Kijk-Kubus, ein Museum mitten in den berühmten Kubushäuser. Ich war nicht im Museum, da die Schlange sehr lang war. Aber es ist schon ein Highlight durch den Innenhof der gelben Würfelhäuser zu spazieren. Eine gute Idee und ein echter Hingucker in der Stadt.

Oudehaven

Wieder raus aus den Würfelhäuserkomplex kam ich an den Oudehaven Point of View, eine kleine Aussichtsplattform mit Blick auf den schönen Oudehaven.

An der Boompjeskade, eine Promenade am Ufer entlang des Nieuwe Maas machte ich mich wieder auf den Rückweg zur Erasmusbrücke.

Het Park

Ich bin aber nicht etwa über die Ersamusbrücke zurück zum Schiff, sonders lief erstmal noch Richtung Euromast. Der Weg zog sich ganz schön in die Länge, aber ich habe es geschafft und war schon bald im Het Park vor dem Euromast.

Next Stop: the Top

Nächster Stop sollte also die Aussichtsplattform auf dem Euromast sein. Es lohnt sich wirklich da mal hochzufahren. Die Aussicht auf Rotterdam ist grandios und dann klarte der Himmel noch auf. Perfekt. Und das Beste, man konnte von hier oben die schöne Perla sehen. Das einzige, was ich mich nicht getraut hatte, in die Euroscoop steigen, einer sich drehenden Kabine, die noch die letzten Meter nach oben fährt. Im Nachhinein wurde ich dafür ein bisschen belächelt. Ich bin halt manchmal doch ein kleiner Schisser.

Am Ufer des Nieuwe Maas schlenderte ich zurück zur Erasmusbrücke. Von hier übrigens ein toller Blick auf die AIDAperla in ihrer ganzen Pracht.

Am Nachmittag war ich zurück auf dem Schiff. Dort ruhte ich mich ein bisschen aus, schließlich sollte es Abends noch zum abendlichen Fotoworkshop gehen. Zu Abend aß ich fix eine Kleinigkeit im Fuego auf Deck 14.

Fotoworkshop

Gegen 19:00 Uhr trafen wir uns im Fotostudio auf Deck 6. Ich musste mir erstmal noch ne Speicherkarte kaufen, denn während meiner Vormittagstour war die Speicherkarte voll. Wie konnte das passieren, hab doch nicht mehr als sonst auf Reisen fotografiert. Bis ich feststellte, dass ich die ganze Videos der letzten Jahre zwar auf den PC nur kopiert hatte, und diese somit noch auf der Karte waren. Ich löschte also erstmal die ganzen Videos. So hatte ich zwar wieder gut Platz für Fotos, eine Speicherkarte kaufte ich mir zur Sicherheit trotzdem. Man weiß ja bei einem Fotoworkshop nie.

Neben Imke nahm noch ein Mann am Workshop teil. Mit unserem Guide liefen wir also los und ließen uns zuerst ein bisschen was theoretisches zum Fotografieren bei Nacht, Einstellungen und Motivsuche und -wahl erklären. Anschließend liefen wir im Grunde den ersten Teil meiner Tour am Vormittag nochmal. Also entlang der Kanäle zur Markthalle. Die Sonne ist noch nicht untergegangen, hier hatten wir eine Weile Zeit auf Motivsuche zu gehen und einfach loszufotografieren.

Danach ging es durch den Komplex mit den Kubushäusern, zur Boompjeskade, der Promenade am Nieuwe Maas. Hier konnten wir dann an den Nachtaufnahmen üben. Ich denke als Anfängerin sind ein paar gute Fotos entstanden.

Zurück auf dem Schiff

Erst nach 23:00 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff gelandet. Imke und ich schauten noch bei der Silentparty im Beachclub vorbei und genehmigten uns einen Cocktail. Es war witzig die Leute mit ihren Kopfhörern zu beobachten, wie jeder zu einer anderen Musikrichtung tanzt und singt.

Erst nach 24 Uhr trennten sich unsere Wege. Ich habe es auf über 29 000 Schritte geschafft. Bin ja auch nur gelaufen. Ich haute mich aufs Ohr und schlummerte geschafft und schnell ein.

Rotterdam, Niederlande
Liegezeit: 8:00 – 8:00 Uhr nächster Tag
Wetter: 22Grad, vormittag bewölkt und schauer, Nachmittag leicht bewölt
Nächste Etappe bis Hamburg, Deutschland: 318 Seemeilen (589 Kilometer)

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