[Reise] Madeiras Osten

Samstag, d. 24.03.2018

Nach zwei Wanderungen wollen wir es heute entspannt angehen und uns über die Insel kutschieren lassen. Wir wollten Madeiras Osten erkunden und wurden mit einem großen TUI-Reisebus von Ort zu Ort gebracht. So ein geführter Ausflug bringt viele Vorteile, aber auch ein paar Nachteile mit sich. Allen voran kommt man im Reisebus relativ gemütlich voran und da man nicht selber fährt, kann man sehr schön die Gegend beobachten (und das von einem höheren Punkt als aus einem PKW). Außerdem erhält man vom Reiseleiter eine ganze Menge Informationen und somit einen guten Überblick über die Insel. Wenn man natürlich ein Fleckchen sieht, was einen interessiert und sich dort etwas umschauen möchte, kann man nicht einfach anhalten um diesem Drang nachzugehen. Auch sind die verschiedenen Haltepunkte zeitlich genau geplant und man hat meist nur 30 Minuten an den einzelnen Stationen, oder sogar weniger. Es ist somit immer mit etwas Stress verbunden, da man bei den „Ausgängen“ immer im Hinterkopf haben muss, rechtzeitig wieder am Bus zu sein. Aber im Großen und Ganzen überwog für uns nach den zwei aufregenden, aber auch anstrengenden Wanderungen, der Aspekt des Rumkutschierens und der Erhalt der Inputs.

Nach dem Frühstück wurden wir also von dem Reisebus abgeholt. Die meisten Teilnehmer der Tour fuhren auch von unserem Hotel aus mit. Wir stoppten an zwei weiteren Hotels und holten noch ein Paar Gäste ab und waren schon bald vollzählig. Nun konnte die Reiseleiterin mit ihrem Informationsfluss beginnen und hat uns mit Fakten zu den Städten, Bergen, sowie Flora und Fauna der Insel gefüttert. Wir lauschten interessiert und ließen die Umgebung auf uns wirken.

Pico do Arieiro

Unser erster Halt war auf der Spitze des dritthöchsten Bergs, dem Pico do Arieiro. Nachdem wir den Berg vor zwei Jahren während unserer AIDA Kreuzfahrt schon einmal besucht haben und aufgrund von Nebel, bzw. Wolken absolut nichts sehen konnten, war die Sicht und der Ausblick an diesem Tag grandios. Nur wenige Wolken erkannte man im Hintergrund, ansonsten war de Himmel blau, die Sonne lachte und man konnte die umliegenden Bergspitzen und diese phantastische Aussicht in vollen Zügen genießen. Hier oben war es etwas frisch. Zumindest ich habe mir eine Jacke übergeworfen, der Göttergatte ist da robust und er blieb kurzärmelig. Der Wind war sehr widerspenstig und wir mussten stark gegen ihn ankämpfen. Die schwierige Wanderung von hier aus zum höchsten Berg, dem Pico Ruivo, stellte ich mir bei diesem Wind anstrengend vor. Wir sahen ein paar gut eingepackte Wanderer, die sich trotzdem auf den Weg machten.

 

Ribeiro Frio

In diesem kleinen Örtchen hat sich der Göttergatte wieder seine leckeren Eukalyptusbonbons gekauft. Hier haben wir einen Blick auf die Forallenfarm geworfen und die vegetative Umgebung entlang eines kleinen Flusses bestaunt.

 

Santana

Am Rathausplatz in Santana hatten wir noch einmal einen kurzen Aufenthalt. Auf dem Markt verkaufen samstags Bewohner der Umgebung ihr angepflanztes Obst und Gemüse, sowie Blumen. Das Ganze ist preislich nicht so intensiv wie auf dem berühmten Markt „Mercado dos Lavradores“ in Funchal.

Am Rande Santanas aßen wir im Hotelrestaurant „Quinta Do Furão“ zu Mittag. Für mich gab es das für die Insel bekannte Gericht Degenfisch mit gebratener Banane. Absolut lecker. Das kann ich jedem nur empfehlen. Der Göttergatte ist leider kein Fischesser. Für ihn gab es Schweinebraten. Aber auch an Vegetarier wurde bei dem Ausflug mit einer Fleisch- und Fischlosen Mahlzeit gedacht.

Nach dem Essen wurde uns geraten den Garten mit seinen Weinbergen und spektakulären Aussichtspunkt zu besuchen. Der Weg dorthin wurde von kleineren Palmen umsäumt. Von dem Garten aus bot sich uns ein atemberaubender Blick entlang der Küste und dem Meer. Einfach traumhaft. Das Wetter war perfekt und hier konnte man einfach nur genießen.

Porto da Cruz Zuckerrohrfabrik

Gegen zwei Uhr ging unsere Fahrt dann weiter nach Porto da Cruz in eine Zuckerrohrfabrik. Hier schauten wir uns ein etwa fünf Minütiges Video an und konnten uns dann etwas umgucken. Auch Madeiras Nationalgetränk, den berühmten Poncha gab es zur Verköstigung. Die Zuckerrohrfabrik liegt in der Bucht von Alagoa Beach und wir hatten auch von hier eine tolle Aussicht. Auf einer Erhöhung konnten wir eine Ruine entdecken. Der Göttergatte ließ es sich nicht nehmen, dort noch schnell hinaufzulaufen und fand auch gleich einen Geocache. Die Cachesuche lief auf der Reise bisher noch eher spärlich. Der Göttergatte war auch rechtzeitig zurück am Bus. Wäre ja auch eine Schande gewesen wenn ich ohne ihn hätte weiterfahren müssen.

Ponta de São Lourenco

Nachdem wir den Besuch der Zuckerrohrfabrik zwar als interessant, aber auch als „hätte nicht unbedingt sein müssen“ abgehackt hatten, machten wir uns zum letzten Halt unseres Ausflugs – Ponta de São Lourenco. Und hier, dass konnten wir beide sagen, war es einfach traumhaft. Ich habe mir ein Eis gekauft, setzte mich auf einen großen Felsen und genoss die unglaubliche Weite und den atemberaubenden Panoramablick auf die Halbinsel im östlichen Teil Madeiras. Den Göttergatten faszinierten die verschiedenen Gesteinsformationen und Überbleibsel der letzten vulkanischen Aktivität (vor ein paar tausend Jahren) in Form von kleinen Kratern der ausgeworfenen Lavabomben. Der Vulkan, der die kleine Inselgruppe erschaffen hat gilt zwar nicht als erloschen, aber keine Angst, die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs wird als sehr gering eingestuft. Einem weiteren Besuch steht also nichts im Wege. Die Landschaft zeigt sich hier für Madeira eher untypisch etwas karg, wenig grün und ganz ohne Levadas. Aber das macht das Bild nicht weniger ansehnlich. Ganz im Gegenteil, hier hat es uns sehr gut gefallen, sodass wir beschlossen am letzten Tag unserer Reise mit den Mietwagen wiederzukommen und die Wanderung zum Casa Sardhina auf uns zu nehmen.

Abschluss

Ein tollerTag lag hinter uns und wir entspannten zum Abschluss noch etwas am Hoteleigenen Pool.

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