[Reise] Roadtrip USA 2022 – Tag 10 – Hiking in Sedona

Mit strahlendem Sonnenschein zum frühen Morgen war heute leider nichts, denn über Nacht hatte sich eine dicke Wolkendecke über Sedona gebildet. Wir krabbelten trotzdem aus dem Bett und ich holte in der Lobby ein paar Snacks für ein kleines Frühstück auf dem Zimmer. Auf der Hauptstraße war schon ordentlich Betrieb und ich ahnte schon, dass meine Vorbereitung für den heutigen Tag sich bezahlt machen sollte.

Mescal Trail

Unser Ziel war eines der beliebtesten Ausflugziele in der Umgebung von Sedona und aufgrund der Einfachheit der Wanderung, ist dieser Weg im Sommer auch entsprechend überlaufen. Im Januar ist es ebenso beliebt, aber es sind zum Glück nicht so viele Menschen unterwegs. Nach einem kurzen Stopp bei einem Supermarkt und ausgerüstet mit ein paar Snacks für die Wanderung, ging es in den Norden der Stadt. Schon bald tauchten Hinweisschilder zu unserem Ziel und dem Parkplatz auf und genauso schnell war klar: Parken – no way! Die Autos standen schon links und rechts der Straße und die Menschen wanderten etliche Meter mehr entlang der Autos. So fuhren wir entspannt weiter, also ich zumindest, die frische Prinzessin war noch nicht so überzeugt von meiner Idee, aber das sollte noch kommen. Wenige Minuten später hielten wir am Ausgangspunkt des Mescal Trails. Ok, zugegeben der Parkplatz hier war auch voll, doch wir fanden hier schneller einen Platz als auf dem anderen Parkplatz. Das verlängerte unsere Wanderung zwar um insgesamt vier Kilometer, aber dafür wanderten wir über die landschaftlich schönere Strecke, denn wir folgten dem Mescal Trail nach Osten durch die „Wildnis“, wo der Wanderweg bald in den Chuck Wagon Trail überging und schließlich auf den Devil’s Bridge Trail traf.

Devil’s Bridge Trail

Ihr merkt schon an Wanderwegen, oder Trails, mangelt es in der Gegend von Sedona nicht. Als wir schließlich auf den Devil’s Bridge Trail einbogen, trafen wir auch auf immer mehr Menschen. Viele waren allerdings schon auf dem Rückweg. Die fehlende Sonne fiel bei der Wanderung nicht sonderlich auf, denn durch die Bewegung blieb uns warm genug. Je mehr wir uns der natürlichen Steinbrücke näherten um so mehr stieg der Weg an. Aber eine kleine Kletterpartie konnte uns, nach dem Besuch am Cathedral Rock am Vortag, nicht aufhalten. Hinter uns schaffte es sogar eine Frau mit ihrem Husky die Felsen hinauf.

Devil’s Bridge

An der Devil’s Bridge angekommen warteten dort schon einige Wanderer auf ihre Chance auf ein erinnerungswürdiges Foto. Es bildete sich sogar eine Warteschlange. Der frischen Prinzessin war gar nicht wohl bei dem Anblick der anderen Wanderer, die sich mutig an den Rand der Steinbrücke setzten und sich fotografieren ließen. Kurz bevor ich todesmutig auf die Brücke sprintete, wagte eine Wanderin sogar einen Handstand auf der Devil’s Bridge, was für ein erstauntes Raunen in der Menge der Wartenden sorgte aber auch für einen kleinen Applaus. Auch wenn es anfangs nicht so aussah, so war die Brücke doch breiter als man denkt.

Zurück zum Anfang

Nachdem wir unseren Aufenthalt hier beendet hatten, kletterten wir den Berg wieder herunter und machten uns auf den Rückweg zum Auto. Der Wanderweg war nun schon merklich voller und wir waren froh uns nicht in die große Menge der Wartenden einreihen zu müssen. Ab und zu blinzelte mittlerweile auch die Sonne wieder durch. Trotz der recht spärlichen Beschilderung der Wanderwege fanden wir den Rückweg zum Auto ohne Probleme. Dort angekommen kramte ich das Stativ aus dem Kofferraum hervor und wir betätigten uns noch ein wenig sportlich für ein paar lustige Bilder.

Soldier Pass Trail

Danach ging es dann aber doch erstmal zurück zum Hotel, wo wir uns von der Wanderung erstmal ausruhten und ein weiteres Ziel für den Tag aussuchten. Weil dieses Ziel aber eher spontan gewählt war, standen wir hier schließlich doch noch vor einem gewissen Parkplatzproblem. Am offiziellen Parkplatz des Soldier’s Pass war keine Chance auf einen Platz und der örtliche Sheriff leitete alle wanderwilligen bereits zu einer Art Park and Ride Parkplatz um, denn der Ausgangspunkt dieser Wanderung liegt mehr oder weniger in einem Wohngebiet. Dort herrscht striktes Halteverbot, welches auch rigoros umgesetzt wird. Also folgten wir seiner Empfehlung und fuhren zu genanntem Parkplatz zurück. Auch hier verlängerte sich unsere Wanderung um nochmals vier Kilometer, aber da es, trotz der zahlreichen Wolken am Himmel, nicht regnete, machte uns das nichts aus. Wir folgten größtenteils einem kleinen Pfad neben der Straße und kamen bald wieder am Ausgangspunkt des Soldier’s Pass an. Der Parkplatz war immer noch voll und wir gingen weiter über die kleinen Wanderwege bis zu einem Steinplateau mit einem Erdrutschkrater, genannt Devil’s Kitchen.

Seven Secret Pools

Nach ein paar Fotos wanderten wir weiter und begegneten auch hier wieder nur wenigen Wanderern, trotz des noch einfacheren Weges als am Vormittag. Nach kurzer Zeit erreichten wir unser Ziel, die Seven Sacred Pools. Ok, Pool ist vielleicht ein wenig übertrieben, den so groß waren die Wasserlöcher nicht. Wir blieben hier eine Weile, kletterten auf den Felsen herum und fotografierten, während ein Geländewagen einer geführten Tour ankam.

Rückweg

Mittlerweile war es später Nachmittag und die Sonne sank dem Horizont entgegen, so dass wir uns bald auf den Rückweg zum Auto machen mussten, um nicht im Dunkeln den Wanderweg suchen zu müssen.

Tlaquepaque Arts and Shopping Village

Mit der untergehenden Sonne kam schließlich auch der Hunger, da wir während unserer Wanderungen nur ein paar Snacks eingeworfen hatten und so beschlossen wir ins Tlaquepaque zu fahren, einem Künstlerviertel in Sedona. Geziert von jeder Menge Statuen und Schmuckläden schlenderten wir entspannt durch dieses nachgebaute mexikanische Dorf, bis wir im Restaurant eines nahegelegenen Hotels einkehrten und zu Abend aßen. Nebenbei lief dort auch eines der Viertelfinalspiele der NFL und wir blieben noch auf einen Nachtisch, um die Atmosphäre zu genießen.

Noch vor Ende des Spiels zahlten wir jedoch und machten uns auf den Rückweg zu unserem Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche fielen wir erschöpft, aber happy ins Bett und schliefen bald ein.

© nxcalibur, a.k.a. DER gÖTTERGATTE

Unterkunft: Andante Inn of Sedona

Gefahrene Meilen: 16

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