[Reise] Mit dem Rad in Schweden unterwegs – Epilog

Das war er nun, der Reisebericht in mehrere Etappen zu meiner großen Radtour. Ich hoffe es hat Euch gefallen mich vor dem geistigen Auge durch Schweden zu begleiten.

Auf meiner großen Fahrt habe ich gefeiert und geflucht. Gejammert und gejubelt. Gelacht und gelitten. Aber alles in allem war es ein Riesenspaß!

Knapp sieben Monate habe ich, mal mehr, mal weniger intensiv, an der Vorbereitung der Tour gesessen. Equipment für das Fahrrad und für mich herausgesucht, verglichen, verworfen, neugesucht. Ich habe unterschiedliche Etappenlängen geplant, über den Haufen geworfen und neugeplant. Hier ein Hotel gesucht, dort einen Zeltplatz um letztendlich nur drei Hotelübernachtungen zu buchen und den Rest einfach spontan auf mich zukommen lassen. Und das hat auch gut funktioniert für mich.

Nachdem ich viele Jahre mein Fahrrad besessen, aber wenig genutzt habe, habe ich dieses Jahr sicherlich einiges davon nachgeholt. Zur Vorbereitung auf meine Tour sammelte ich schon seit April fleißig Kilometer mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit. Auch in den Garten fuhren die frische Prinzessin und ich oft mit dem Fahrrad. Allein in Schweden sind dann etwas über 600 km gefahrene Strecke zusammengekommen. Und seit ich wieder da bin, bin ich nur zweimal mit dem Auto zur Arbeit gefahren, den Rest ausschließlich mit dem Rad. So habe ich in den letzten Wochen über 1.600 km Arbeitsweg mit dem Fahrrad absolviert, und ne Menge Geld gespart, das ich sonst vermutlich an der Tankstelle gelassen hätte. Von den Nerven während der Berufsverkehrstaus, an denen ich grinsend vorbeiradelte, gar nicht zu reden. Was mich aber am meisten freut, neben dem Erfolg die Strecke in Schweden pannen- und verletzungsfrei überstanden zu haben, ist, dass mein 20 Jahre altes Mountainbike alles ohne Macken mitgemacht hat. Es gab weder vor, während noch nach dem Urlaub Pannen. Und ich hoffe es bleibt dabei. Wer braucht schon mehrere tausend Euro teure Hightech Fahrräder mit 33 Gängen? Wer braucht schon E-Bikes? Wenn man ein stabiles Mountainbike mit bequemen Sattel, zwei guten Bremsen und einer gut eingestellten, funktionierenden Gangschaltung hat.

Habe ich das Fahrradfahren „wiederentdeckt“ der Umwelt zur Liebe? – Nein, obwohl ich jetzt regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahre!

Habe ich das alles geradelt um Geld zu sparen? – Vielleicht.

Mache ich das, weil es mir Spaß macht? – Auf jeden Fall!

Ob nächstes Jahr ein weiterer Radurlaub ansteht weiß ich noch nicht. Das wird dann wieder aus einer fixen Idee heraus entschieden und geplant. Touren gibt es schließlich genug. Aber voraussichtlich haben die frische Prinzessin und ich mal zwei gemeinsame Wochen Sommerurlaub, die wir auch gemeinsam genießen wollen. Schaut einfach mal wieder rein, wenn es neue Reiseberichte gibt und lasst Euch überraschen, wohin uns unsere Reiselust verschlägt.

– ENDE –

© nxcalibur, a.k.a. DER gÖTTERGATTE

„Frischluft? Freiheit! Fahrrad!“ (Isabel Trimborn, deutsche Schauspielerin und Komödiantin, *1959)

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