[Reise] Metropolentour Tag 3 – One day in Southampton

Montag, d. 29.07.2019 – Nach einem entspannten Seetag am Vortag laufen wir heute Southampton in England an. Ich freute mich schon sehr auf die Stadt, meine Freundin und Kollegin hat dort vor Jahren einen Aufenthalt mit der Schule gehabt. Sie hat von der Stadt Postitives berichtet. Zu Beginn war ich eher weniger begeistert, aber später wurde es besser und ich habe typisch englischen Flair erleben dürfen. Aber ich fange einmal von vorne an.

Einlaufen in den Hafen von Southampton

Den Sonnenaufgang habe ich heute weggelassen, aber das Einlaufen in den Hafen wollte ich mir nicht entgehen lassen. Gegen 9:30 Uhr Ortszeit sollten wir ankommen. Laut Zeitstempel im Fotoapparat war ich 06:54 Uhr auf dem Außendeck. Das müsste quasi kurz vor Acht englische Zeit gewesen sein. Wir waren noch ein kleines Weilchen unterwegs, ich habe das Einfahren in den Hafen genossen. An den Ufern konnte man schon einige Schlösser und Burgen erkennen. Die Landschaft sah schon toll aus. Das Wetter war richtig klasse, der Himmel war blau, die Temperaturen angenehm.

Im Hafen angekommen

Gefrühstückt habe ich im Außenbereich des Weite Welt Restaurants. Zu mir gesellte sich wieder das Pärchen aus Mecklenburg Vorpommern vom ersten Tag. Gemeinsam gingen wir nach dem Frühstück noch einmal auf den Skywalk auf Deck 15 und genossen den Blick auf den Hafen. Sehr interessant, wie viele Autos und Traktoren von hier verschifft werden. Leider habe ich das nette Pärchen das letzte Mal gesehen. Am nächsten Morgen hatte ich noch einmal kurz mit dem Mann geplaudert, aber ansonsten sind wir uns leider nicht noch mal über den Weg gelaufen. Sehr schade. Aber schon faszinierend, drei Tage hintereinander durch Zufall getroffen und dann auf einmal nicht wieder gesehen. So groß ist das Schiff. Ich habe auch am letzten Tag noch Leute zum ersten Mal gesehen. So war es bisher immer auf den Kreuzfahrtschiffen.

Nachdem ich mein Zeug aus der Kabine geschnappt hatte, stellte ich mich im Theatrium an die lange Schlange zum Ausgang an. In England von Bord zu gehen ist ein kleines Prozedere, denn dort muss man seinen Pass vorzeigen und irgendwie dauerte das alles ein bisschen länger. Auch die Leute, die an Bord geblieben sind, wurden gegen 12:00 Uhr zur Passkontrolle gebeten.

Watergate Ruin

Den Innenstadtbereich erreicht man vom Schiff aus gut zu Fuß. Ein Shuttleservice wird aber auch angeboten. Ich lief die Ocean Road bis zum Hafenausgang und bog dann in die Platform Road ein. Der erste Hingucker war die Watergate Ruine. Dahinter befindet sich ein kleiner Park zum verweilen, wo ich schon mein erstes Päuschen einlegte. Man muss das Ganze langsam angehen, ist ja auch Urlaub.

Ich lief die High Street hoch und kam vorbei am Memorial Fountain RMS Titanic. Leider war alles in den Ecken zugemüllt, das lud nicht gerade dazu ein länger dort zu bleiben. Das historische Gebäude an sich sah aber beeindruckend aus.

Bargate

Die High Street ging ich noch weiter bis zum Bargate, einem mittelalterlichem Torhaus. Früher gehörte es zum einem Teil der Stadtmauer. Es steht frei auf dem Platz und ich umrundete es. Ein imposantes Gebäude, welches von allen Seiten faszinierend anzusehen ist.

Die High Street mündet in eine Einkaufsstraße. Hier bin ich in einem Einkaufszentrum ein bisschen shoppen gewesen.

Arundel Tower

Hinter dem Einkaufzentrum lief ich auf der Portland Terrace zum Arundel Tower. Den kleinen Turm bin ich aufgestiegen. Auch hier lag leider sehr viel Müll rum. Mit Sauberkeit hat es England anscheinend nicht so. Hinter dem Turm und der angrenzenden Mauer befindet sich ein größerer Platz, der auf der anderen Seite von einem Einkaufszentrum und Kino umgeben ist. Moderne Gebäude treffen hier auf historische Bauwerke, die einen interessanten Kontrast bilden.

Ich spazierte nun durch ein Viertel, in dem viele ältere Gebäude stehen. Es war etwas ruhiger, trotzdem findet man hier zahlreiche traditionelle Pubs.

Jachthafenromantik

Bevor ich wieder aufs Schiff ging schaute ich noch beim Southampton Port, einem Jachthafen, vorbei und lief bis zum Fawley refinery view. Von hier hat man einen tollen Blick Richtung Kreuzfahrtterminal und ich konnte unsere schöne AIDAperla erkennen.

Kaffeekränzchen

Zurück an Bord traf ich im Theatrium auf Elke vom Kennenlerntreff am Tag zuvor, die sich gerade Kaffee und Kuchen holen wollte. Ich schloss mich dem Kaffeekränzchen an und wir schnatterten eine Weile. Wir liefen danach zur Rezeption, weil Elke etwas erfragen wollte. Dort waren lauter witzige Handtuchfiguren ausgestellt. Auch auf meiner Kabine wartete ein niedliches kleines Handtuchtierchen vom Reinigungsservice.

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich ganz gemütlich erst in der Hemingway Lounge mit dem Buch von AIDA und dann beim Spaziergang auf dem Außendeck. In der Lainai Bar genehmigte ich mir einen Cocktail und genoss den Blick auf die langsam untergehende Sonne.

Abendprogramm

Zu Abend habe ich mich mit den Leuten vom Kennenlerntreff im Marktrestaurant verabredetet. Wir ergatterten einen guten Tisch am Fenster und verbrachten einen schönen Abend gemeinsam, tauschten uns über unsere Erlebnisse vom Tag aus.

Am Abend teilten wir uns auf. Die Männer verbrachten ihre Zeit im Brauhaus, wir Mädels gingen in den Beachclub zum Offiziers-Shaken und tanzten anschließend zur Red Lips Party mit der Band Fuse.

Lange blieb ich jedoch nicht. Ich wollte am nächsten Tag den Sonnenaufgang und Einlaufen in den Hafen von Le Havre erleben. Das hat sich im übrigen sehr gelohnt, mehr dazu die nächsten Tage. Ich verabschiedete mich von den Mädels und drehte noch eine Runde über das Außendeck. Ich genoss die nächstliche Stille und freute mich auf den nächsten Tag.

Auch wenn mich Southampton anfangs nicht so überzeugt hatte, war es Alles in Allem dann doch noch ein gelungener Tag.

Southampton, England
Liegezeit: 10:30 – 22:30 Uhr
Wetter: 22Grad, gefühlt 25Grad, vormittag sonnig, Nachmittag leicht bewölkt
Nächste Etappe nach Le Havre/Frankreich: 112 Seemeilen (208 Kilometer)

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