[Reise] Frische Prinzessin allein auf Reisen Tag 1 – Schiff Ahoi

Ahoi ihr Lieben,

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, sagt man. Bei mir dauerte nach dem Urlaub einen Tag an, bevor ich in den nächsten Urlaub starten konnte. Diesmal war schon im Vorfeld klar, dieser Urlaub wird ganz anders und etwas ganz besonderes. Ich sollte allein auf Reisen gehen. Bei uns war Betriebsruhe, somit musste ich Urlaub nehmen. Der Göttergatte hatte leider keinen Urlaub nehmen können. Natürlich ist es nicht so, dass ich sozial benachteiligt wäre und keine Freunde hätte. Diese hatten nur in der Wochen keine Möglichkeit Urlaub zu machen. Also stand ich allein auf weiter Flur. Was nun machen?

Einfach nur zu Hause rumsitzen wollte ich nicht, ich musste weg. Die erste Überlegung war nach New York zu fliegen. Diese Überlegung bestand tatsächlich eine ganze Weile. Aber es wurde von Recherche zu Recherche teurer und dann kam noch hinzu, dass es im Sommer dort unerträglich heiß werden kann. Das viele rumlaufen während der Hitze hat mich schon gedanklich gestresst. Also lieber etwas mit Entspannung, was ich nach den anstrengenden letzten Monaten auf Arbeit auch eindeutig brauchte. Ich weiß gar nicht mehr wie oder warum, aber eines Tages hatte ich mal wieder richtig Lust auf Kreuzfahrt – war es doch damals auf der AIDAblu so toll. Ich wollte aber ein anderes Schiff, wie gut, das AIDA da so viele zur Verfügung hat. Außerdem sollte es ein warmes Reiseziel sein. Also schaute ich auf AIDA.de nach Touren in genau dieser Woche. Mich sprach sofort die „Perlen im Mittelmeer“-Tour mit der AIDAprima an. Relativ spontan ging ich ins Reisebüro und buchte die Reise mit allem drum und dran. Also Shuttleservice und Flug inklusive. Meine erste Reise ganz alleine, ich war sehr aufgeregt und voller Vorfreude! Und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Am 07.07.2018 ging es endlich los. Ich konnte gar nicht schlafen, denn um zwei Uhr früh machten wir uns auf den Weg zum Dresdner Flughafen. Ich checkte ein und verabschiedete mich vor den Sicherheitskontrollen von dem Göttergatten. Dann hieß es warten auf das Boarding. Das war schon ein bisschen komisch, so ganz alleine. Aber ich hatte ein Buch dabei und ich bin ja nicht die erste, die alleine reist. Der Flug verlief ohne Komplikationen und 7:55Uhr landeten wir in Palma de Mallorca. War auf dem Dresdner Flughafen noch Tote Hose, konnte man das von dem Flughafen in Palma nicht sagen, hier war eine Menge los. Der Gang zum Gepäckband schien endlos, aber wir haben es geschafft und mein Koffer war gleich der dritte auf dem Band. Ich machte mein AIDA Kofferanhänger dran, fand gleich eine Frau von AIDA, die mich zu den Bussen geschickt hat und Schwubs die Wubs saß ich auch schon im Bus. Ich entschied mich übrigens unter anderem für eine AIDA-Tour, weil das damals alles super organisiert war und ich dachte mir, wenn ich schon alleine unterwegs bin, dann soll das auch alles perfekt klappen. So war es auch. Der Bus fuhr uns innerhalb von 20 Minuten zum Hafen und dann sah ich auch schon die AIDA-Schönheit, die eine Woche lang mein zu Hause sein sollte. Ich ging zur großen Eingangshalle, bekam ein Begrüßungseistee. Ich habe meine Schlüsselkarte entgegengenommen und entgegen der Erwartungen wurde mir gesagt, dass meine Kabine schon bezugsfertig sei. Die Koffer blieben derweil erstmal im Bus, die wurden dann Nachmittag aufs Zimmer gebracht. Noch durch die Sicherheitskontrolle und dann war es soweit, ich durfte nach einem obligatorischen Begrüßungsfoto endlich die AIDA betreten. Und ich habe mich sofort pudelwohl gefühlt.

Ich hatte eine Innenkabine auf Deck fünf am Heck. Ich musste einen langen, langen Gang entlang laufen. Mit „mal schnell zur Kabine gehen“ war da nichts. 🙂 Im Laufe der Woche dachte ich, ich sollte Kilometergeld verlangen, soviel bin ich gelaufen. Ich legte meine Sachen ab und ging erstmal im Weite Welt Restaurant frühstücken. Dort kann man so wunderbar draußen sitzen. Das Frühstücksbuffett bot alles was das Herz begehrt.

Bevor ich eine Erkundungstour über das Schiff machte, wollte ich erstmal mit den Shuttle in die Stadt fahren. Schließlich war ich so zeitig angekommen, da konnte ich auch noch etwas unternehmen. Für eine Schiffstour hatte ich ja noch genügend Zeit. Also Shuttleticket gekauft und los ging es. Das Shuttle fuhr uns direkt zur Catedral de Mallorca. Ein beeindruckendes Gebäude.

Von hier aus machte ich mich auf den Weg und lief durch kleine niedliche Gassen. Hier gab es unzählige kleine Boutiquen und Schmuckläden, alle hübsch hergerichtet. Natürlich dürfen in so einem Urlaubsort die Eisdielen nicht fehlen. Ich habe in der Woche vielleicht viel Eis gegessen, aber es war ja auch Urlaub und das Eis immer so lecker.

Zwei Stündchen und ein paar neue Schuhe später, machte ich mich langsam wieder auf den Weg Richtung Shuttlebus. Dieser fuhr alle halbe Stunden. Ich kam noch einmal an der beeindruckenden Kathedrale vorbei und überquerte die Straße zum Yachthafen. Ich hatte noch ein bisschen Zeit und schaute mich hier etwas um. Ich hatte vom Hafen aus noch einmal einen tollen Blick auf die Kathedrale, sowie auf die vielen Segelboote und Yachten. Traumhaft schön.

 

Zurück auf dem Schiff habe ich erst mal im Café Mare ein Käffchen getrunken und ein Stück Kuchen  gegessen. Danach machte ich einen ersten Rundgang übers Schiff. Ich finde das Schiff einfach klasse. Jeder Bereich ist auf seine Art toll. Für jede Altersgruppe, für alle Interessen wird auf dem Schiff etwas geboten. Es wird einfach nicht langweilig. Ich schaute u.a. vorne im Buk vorbei und chillte dann auf einen der zahlreichen Liegemöglichkeiten im Beachclub mit meinem Buch. Zu Abend aß ich allein im Eastrestaurant. Auch das fühlte sich noch etwas eigenartig an, aber es sollte meine letzte Mahlzeit allein sein.

Im Anschluss ging ich zum tänzerischen Kennenlerntreff im D6 Club. Hier habe ich schon die ersten Alleinreisenden kennengelernt. Christian, der Tanzlehrer, lud uns auf ein Willkommenssekt ein und erzählte etwas über die verschiedenen Tänze, die er im Laufe der Woche in Kursen anbieten würde. Gemeinsam mit der Alleinreisenden Christina haben wir einen ersten Tanz gemeinsam erlernt, mehr oder weniger. Wir zwei verstanden uns auf Anhieb gut. Wir beide besuchten danach noch das Organic Spa, welches zu dieser Zeit für alle Gäste zur Besichtigung geöffnet hatte. Ansonsten muss man für diesen Bereich extra Eintritt bezahlen. Das nutzte ich in der Woche aber nicht, dafür war gar keine Zeit. Unsere Wege trennten sich dann erstmal wieder, denn wir mussten noch die Seenotrettungsübung mitmachen und unsere Sammelstationen waren an unterschiedlichen Orten. Wir verabredeten uns jedoch für den Abend zur Sail Away Party und Lasershow im Beachclub.

Dort angekommen war zuerst keine Spur von Christina, dafür traf ich Bärbel, die auch schon beim tänzerischen Kennenlerntreff vorbei geschaut hatte. Wir lauschten der Band und etwas später kam Christiana dazu. Das Auslaufen des Schiffs schauten wir uns dann aber auf dem Außendeck an. Dort hatten wir auch die Ruhe etwas zu schnattern und konnten einander kennenlernen. Wir drei verstanden uns sehr gut und von da an musste keiner mehr alleine essen. 😉 Fotografen liefen den ganzen Tag über das Schiff und fotografierten was das Zeug hält. Die Fotos konnte man dann natürlich käuflich erwerben. Während wir so über die Reling in die Ferne schauten und uns unterhielten, wurden wir von einem solchen Fotografen angetippt und gefragt ob er ein Foto von uns machen darf. Wir waren noch etwas skeptisch, kannten wir uns doch erst ein paar Stunden. Wir grinsten dann aber doch fröhlich in die Kamera. Das Foto wurde für uns eines der schönsten Erinnerungen der ganzen Reise!

Unsere Wege trennten sich dann aber langsam für den Abend, denn wir waren fertig. Der Tag war sehr aufregend, aber auch anstrengend. Ich stellte mir den Weckruf, denn in einer Innenkabine, so ohne natürlichem Licht, kann man auch schnell mal verschlafen. Ich schlief relativ schnell ein und freute mich schon auf die nächsten Tage.

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