[Nähecke] Mein Wind- und Wetterparka

N’Abend alle zusammen!

Der Wind- und Wetterparka von Lotte und Ludwig scheint das ultimative Schnittmuster für alle Nähanfänger zu sein, die mal aus ihrer Komfortzone ausbrechen wollen und eine neue Herausforderung suchen. Man kann die Ergebnisse genähter Parkas auf unzähligen Blogs bewundern. Sätze und Worte wie „Mein erster Parka“, „Mammutprojekt“, „Ich bin Stolz“ oder „Herausforderung“ liest man da immer wieder. Und so dachte ich mir: Das kann ich auch!
Den ersten Wind- und Wetterparka habe ich auf der Instagramseite von Seemannsgarn gesehen und das Interesse war geweckt. So zog es mich auf ihren Blog und ich entdeckte ein Sew Along zu dem Parka, welches jedoch schon vorbei war. Was nicht so schlimm war, ich habe bei solchen Aktionen noch nie mitgemacht. Nichtsdestotrotz habe ich mir alle Teile zum Sew Along auf ihrem Blog durchgelesen und war begeistert. Dann kaufte ich mir das E-Book, las die Anleitung und habe das „Mammutprojekt“erstmal beiseite gelegt und auf später verschoben. Das war mir dann doch noch etwas zu viel. Ein halbes Jahr später hatte ich dann das Bedürfnis einen eigenen persönlichen Wind- und Wetterparka zu nähen und kramte das E-Book von Lotte und Ludwig wieder raus.

Und ich bin so froh, dass ich mich an den Schnitt rangetraut habe. Jetzt kann ich Euch meinen Wind- und Wetterparka zeigen!

Ich entschied mich für die lange Version mit Pattentaschen und versteckten Bündchen nach einer Extra Anleitung vonVerfliest und Zugenäht.
Ursprünglich wollte ich noch eine Reißverschlussblende, aber das war das einzige was ich in der Anleitung nicht so recht verstanden habe. Ich dachte: Hä? Wie jetzt? Wo muss die angenäht werden und dann? Warum? Wie? Hä? Da habe ich sie weggelassen. Darum kümmere ich mich dann das nächste Mal intensiver.

Als Außenstoff wählte ich Softshell, der innen mit Fleece unterlegt ist. Eigentlich wäre da wahrscheinlich gar kein Innenfutter nötig gewesen, aber ich wollte unbedingt eins. Wenn dann schon richtig.  Ich habe den Parka nicht extra mit Volumenvlies gefüttert, er sollte als Übergangsjacke dienen. Aber das Fleece auf der Außenstoffrückseite hält den Parka gut warm. Draußen ist es jetzt gerade bitter kalt und mir ist in der Jacke richtig schön warm. Die Farbe des Softshells ist im Übrigen nur rot, weil sie im Stoffladen meines Vertrauens keine andere Farbe hatten und ich wollte so gerne mal mit Softshell arbeiten. Es sollte ja auch mein erster Versuch werden. Deshalb entschied ich mich dann für das Knallrot und finde es im Nachhinein total super. Mit der Wahl des Innenstoffes habe ich mich etwas schwer getan. Es sollte ja zu dem Rot passen. Am Ende bin ich bei einem graue-weißen Gauzestoff hängengeblieben. Ob das so eine gute Wahl war weiß ich jetzt nicht. Der Softshell ließ sich richtig gut verarbeiten, der Gauzestoff dagegen war ein bisschen anstrengend. Er franst sehr schnell aus und es gibt ein – zwei kleine Stellen, da gucken die Fäden durch. Ist aber Innen, sieht kein Mensch.

Die Kapuze sitzt gut. Sie ist nicht zu groß. Ich habe hier keinen Kordelzug genäht. Könnte sein, dass sie dann bei Wind nicht hält. Aber vor Regen hat sie mich am letzten Sonntag geschützt.

Der Tunnelzug an der Taille war eine kleine Herausforderung, da es schwierig ist Softshell mit Stecknadeln zu fixieren. Und die Längen umbügeln hat auch nicht wirklich gehalten. Es ist also an der einen oder anderen Stelle etwas ungenau und dann war der Tunnelzug auch noch zu kurz. Keine Ahnung was ich da falsch gemacht habe. Das haute mit dem Maß auf dem Schnittmuster überhaupt nicht hin und ich Trottel habe das erst gemerkt als ich den schon fast fertig angenäht hatte. Ich habe dann den Tunnelzug um ein paar Zentimeter verlängert. Fällt auch keinen weiter auf. Mit dem Einfädeln der Kordel hatte ich an manchen Stellen ganz schön zu kämpfen, aber es hat geklappt.
Ich habe mich für Pattentaschen entschieden, was sehr gut beschrieben und einfach zu nähen war. Druckknöpfe habe ich noch keine dran. Die Klappen stehen ein bisschen ab, deshalb habe ich sie meistens in der Tasche drinnen. So kann ich auch unterwegs meine Hände in die Taschen stecken und ein bisschen aufwärmen.

Ich liebe meinen genähten Parka sehr und die Farbe hat etwas verspieltes.

 

Ein paar Problemchen hatte ich mit dem Ärmel einnähen, auch das hat nicht gepasst, weshalb ich den Stoff am Schulterbereich etwas raffen musste. Aber „Das Muss So!“

  

Im allgemeinen muss ich sagen, dass einige (viele) Schritte durchaus etwas kniffelig waren und nicht alles perfekt gelaufen ist. Aber ich bin diesmal sehr ruhig geblieben und habe alles irgendwie in den Griff bekommen, sodass ich den Mantel schon über eine Woche ausführe und ich mich darin richtig wohl fühle. Die kleinen Fehlerchen sieht man nicht und ich bin stolz auf meinen Parka. Und so lange der Winter nicht ausgebrochen ist, kann ich ihn auch noch weiterhin tragen.

Die Anleitung ist wirklich ganz toll geworden und sehr ausführlich. Einige Vorkenntnisse sollte man jedoch schon mitbringen. Ich bin froh dass ich mich an dieses größere Projekt rangetraut habe. Gefällt Euch mein Parka auch so gut wie mir?

Bis Bald!

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